Von Perth nach Broome

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Reisebericht: von Perth nach Broome:   (zum Vergrößern auf die Bilder klicken)

Auf geht´s in die Einsamkeit des Westens. Western Australia ist mehr als sieben mal so groß wie Deutschland und hat doch nur 1,9 Millionen Einwohner, davon 1,4 Millionen in Perth.

Fährt man von Perth den Brand Highway nach Norden, so erreicht man nach ca. 250 km die Abfahrt nach Cervantes. Von dort kommt man in den Nambung Nationalpark, besonders bekannt für seine Pinnacles.

Passend zur Abendstimmung erreichten wir den Park. Fahrtzeit: 3 Stunden.  Nach dem Parkeingang teilt sich die Straße in einen Rundweg auf dem man mitten durch die faszinierende Landschaft fährt. Durch Erosion und Regen geformt ragen eigentümliche Kalksteinkegel bis zu 5 Meter in die Höhe und bieten eine grandiose Szenerie. Vor allem, wenn sie sich bei Sonnenuntergang rötlich färben.
Als wir mit einbrechender Dunkelheit den Park verlassen wollten war das Parkhäuschen schon leer. Also blieben wir kurzentschlossen auf dem Parkplatz bei der Informationsstelle gleich nach dem Eingang und verbrachten dort die Nacht im Camper. In der Nacht wurde es arschkalt und wir verschwanden ganz im dicken Schlafsack. Morgens waren dann auch die Scheiben des Campers zugefroren. Wir machten noch vor dem Frühstück eine Wanderung durch den Park um die totale Einsamkeit zu genießen. Auch hier waren sämtliche Pfützen mit einer Eisschicht überzogen. Wir stellten den Kragen ganz nach oben und freuten uns doch schon auf einen schönen heißen Kaffee.
Bei der Rückfahrt nach Cervantes fuhren wir an einer ausgeschilderten Stelle die kurze Strecke bis zum Meer vor. Die Strände hier sind schneeweiß und wunderschön, aber nur um etwas spazieren zu gehen und zum Spaß die Füße reinzuhängen, da das Wasser natürlich viel zu kalt war.

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Auf dem Weg nach Norden werden die Zeichen der Zivilisation nun immer seltener. Wir machten noch einen Zwischenstopp kurz vor Ortseingang von Geraldton. Dort gibt es eine unendlich weite und hohe Dünenlandschaft am Meer in der man sich ein bisschen austoben kann. Der Sand ist weiß und fein, also raus aus den schwitzigen Schuhen !
Kalbarri mit seinem dazugehörigen Nationalpark liegt dann ca. 600 km nördlich von Perth zwischen dem Highway und der Küste. Südlich des Ortes fuhren wir zur Natural Bridge, einem Aussichtspunkt an der Steilküste mit Blick in die Tiefe. Hier auf dem Parkplatz sahen wir auch unsere ersten Riesenkängurus. Dann checkten wir auf dem Red Bluff Camping ein. Von dort sind es nur ein paar Meter zum Meer. Ein perfekter Ort um bei einer kleinen Strandwanderung den herrlichen Sonnenuntergang und ein VB zu genießen.
Hauptattraktion des Nationalparks ist die tiefe Schlucht die der Murchison River hier in die Landschaft eingeschnitten hat. Von der Straße aus kann man einige Aussichtspunkte anfahren und auch Wanderungen  unternehmen. Da wir noch Einiges vor uns hatten verzichteten wir auf größere Wanderaktivitäten. Sehr schöne Aussichtsplätze sind "The Loop" und "Natural Window", sowie "Z-Bend". Australische Landschaft pur. Für diesen Abstecher von der Hauptstraße fährt man hin und zurück gut und gerne 60 km Schotterpiste, so dass man auch endlich mal etwas Abenteuerfeeling und Staub atmen kann. Nur kurz ist es bis zum "Hawks Head" auf dem jeder einmal gestanden haben muss.
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Die nächste Etappe führte uns zur Shark Bay. Man verlässt den North West Coastal Highway beim Overlander Roadhouse. Nach ca. 25 km gibt es dann eine Abfahrt zur alten Telegraphenstation von Hamelin. Bekannt wurde die Station in den letzten Jahren durch die "Stromatolithen". Die lebenden Fossilien gehören zu den ältesten Lebewesen der Erde. Es wurde ein Steg errichtet um die Organismen in Ruhe und schonend erkunden zu können. Ob das jeder interessant findet lassen wir mal so dahingestellt. Der Strand, bestehend aus unzähligen kleinen Muscheln, und das leuchtende Abendrot erzeugen so eine tolle Abendstimmung zum träumen, dass wir mit dem Camper einfach dort blieben und mit einem Wein oder Bier die Einsamkeit mit den Kängurus um uns herum teilten. Endlich war es jetzt auch abends wärmer und man konnte schön draußen sitzen bleiben.
Größter Ort an der Shark Bay ist Denham, mit seinen 500 Einwohnern. Auf dem Weg dorthin kommt man direkt am Shell Beach vorbei. Er besteht nicht aus Sand sondern aus Millionen von kleinen Muscheln, teilweise bis zu 10 Meter hoch geschichtet. Absolut sehenswert.
In Denham selber frischten wir unsere Vorräte auf und aßen guten und günstigen Fisch zu Mittag. Dann machten wir uns auf nach Monkey Mia (zweiter Link). Hier wird eine der inzwischen bekannteste Touristenattraktionen Westaustraliens geboten. Fast jeden Morgen zur selben Uhrzeit (ca. 9 Uhr) kommen die Delfine der Bucht an den Strand. Seit den 60er Jahren ist dies schon so. Wir checkten also auf dem Camping ein und verbrachten den Rest des Tages mit faulenzen am Strand und die erkunden der Umgebung. Von den Pelikanen sollte man sich dabei nicht stören lassen, auch wenn sie einem ganz schön nahe kommen. Nach einem wirklich entspannten Abend waren wir -  und der Rest des Camping - pünktlich am nächsten Morgen am Strand. Nach 30minütiger Wartezeit war es dann soweit. Die Delfine kamen tatsächlich direkt an den Strand. Die anwesenden Ranger gaben Erklärungen und überwachten, dass man sich ihnen nur einzeln näherte. Ein tolles Erlebnis und im Winter viel besser, da im Sommer die Touris scheinbar Busweise angekarrt werden.
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Auf der Weiterfahrt nach Norden erreicht man 300 km später Carnarvon. Auf den künstlich bewässerten Feldern gibt es überall große Obstplantagen mit Bananen, Mangos, Orangen, usw.. Die Plantagen haben meistens einen Verkauf und einen kleinen tropischen Garten, wo es allerlei leckere Sachen zum Essen gibt. Selber gemachtes Eis oder Crepes mit verschiedenen Zutaten und coolen Softdrinks dazu. Auch wir legten einen erholsamen Zwischenstop dort ein (Munro´s Banana Plantation, sehr lecker).
Viele Aussis, die wir auf unserer Strecke trafen haben uns immer Coral Bay (zweiter Link)als ein lohnendes Ziel genannt. Nach einer Fahrt durch absolute Einöde fuhren wir dort ein. Es gibt dort ein Pub um abends wegzugehen, und das schließt um 22 Uhr. Soviel zur Einsamkeit des Westens :-)
Coral Bay ist natürlich traumhaft. Wunderschöne Sandstrände, Korallen bis fast an den Strand und damit auch gut beim Schnorcheln zu sehen, viele Fische im Wasser (klar: Indischer Ozean) und im Winter nur wenig Leute - die meisten sind aus Perth und überwintern hier. Für Taucher ist es der ideale Ort, um mit der Erkundung des Ningaloo Reef zu beginnen. Den Nachmittag verbrachten wir voll mit Schnorcheln und Faulenzen am Strand. Außerdem trafen wir noch Frazer. Frazer hatten Bekannte von uns ein Jahr vorher kennen gelernt und wir wussten, dass er sich grad in Coral Bay niedergelassen hatte. Nach einem Schwätzchen und einem Bierchen auf seinem Boot brachte er uns abends fangfrische Fischfilets vorbei die wir uns selbst zubereiteten und dann buchstäblich auf der Zunge zergehen ließen. Dann gingen wir ins Pub. Erste Regel: nicht zu spät hingehen, sonst bekommt man nicht mehr genug. Es waren hauptsächlich Aussis da. Vom Tauchlehrer bis zum Maler. Und alle befolgten die zweite Regel: sie soffen, als wär's das letzte Mal. Klar, um zehn ist ja Feierabend.
Wir hatten für den folgenden Morgen zwei Tauchgänge gebucht. Es gibt mehrere Companies hier. Unsere hieß: Exmouth Diving Centre, und wir waren sehr zufrieden. Großer Vorteil hier in Coral Bay - gegenüber dem Great Barrier Reef - nach 5 Minuten Bootsfahrt ist man schon am Außenriff. Wir machten zwei Tauchgänge an verschiedenen Spots. Es ging nie tiefer als 15 Meter. Das Riff wird hier von Steinkorallen beherrscht. An der Riffkante leben Schildkröten, Riffhaie, Süßlippen, Makrelen, Lippfische und Schwärme von Barrakudas. Auch Seeschlangen sind viele zu sehen. Große Fische nicht sehr häufig, dafür aber Papageien-, Falter-, Anemonen-, Doktor-, Kaiser- und viele anderen Rifffische. Den ganzen Mittag relaxten wir dann am Strand.
Begeistert vom Tauchen hatten wir uns entschieden noch eine Schnorcheltour mit den großen Mantas zu machen. Am nächsten Morgen traf man sich am Strand. Wir waren insgesamt 7 Leute auf dem Boot, plus Skipper und Führerin. Schon die Fahrt zum bevorzugten Revier der Mantas verlief spannend. Zuerst schwammen einige Buckelwale zufällig in unsere Richtung und wir begleiteten sie eine Weile. Außerdem waren ein paar Schildkröten zu sehen, die direkt an der Oberfläche paddelten. Während wir so abgelenkt waren, suchte über uns ein Flugzeug nach den Schatten der mächtigen Rochen. Der Skipper war in ständigem Kontakt, und so dauerte es nicht lange bis auch wir sie erreichten. Die Führerin erklärte uns solange ihre Zeichensprache und wie wir uns im Wasser verhalten sollen, damit sich die Mantas nicht gestört fühlen. Dann ging's ins Wasser.
Ein unbeschreibliches Gefühl die riesigen Tiere lautlos durchs Wasser gleiten zu sehen. Das Größte hatte 5 Meter Spannweite. Es war gar nicht so leicht, das Tempo der Mantas mitzugehen. Aber man merkte das gar nicht, weil man so fasziniert ihre Bewegungen beobachtete. Im Schutz ihres Körpers schwamm immer noch ein Schwarm kleinerer Fische mit. Nach einer halben Stunde waren wir fix und fertig. Das Hinabtauchen, um ihnen noch näher zu sein und ein paar Bilder zu machen, gab einem dann noch den Rest. An Bord hatte man schon heißen Kaffee und Kuchen hergerichtet und alle erzählten sich begeistert ihre Eindrücke. Auf der Rückfahrt legten wir uns an Deck und träumten in der Sonne von weiteren Abenteuern. 
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Am Nachmittag machten wir uns auf den Weg die knapp 150 km nach Exmouth zurückzulegen. Ein langgezogener Ort mit immerhin 2600 Einwohnern. Nach einer kleinen Ehrenrunde checkten wir erst mal auf einem Camping ein. Danach erkundigten wir uns nach den Tauchmöglichkeiten. Ein Angebot gefiel uns dabei besonders, aber dazu später. Wir buchten den Tauchgang jedenfalls gleich mal. Da wir keine Lust hatten schon wieder selber zu kochen gingen wir in einen Fischimbiss, direkt neben dem Camping. Hier gab es riesige Burger mit frischen Fisch, die wir gierig hinunter schlungen. Dazu ein VB. Perfekt.
Am nächsten Morgen fuhren wir weiter in den Cape Range National Park. Viele fahren auf direktem Wege nach Broome an diesem Park vorbei. Wir finden, dies ist eine der schönsten Stellen in Westaustralien (Karte vom Park). Schon vor dem Parkeingang begegnen einem viele Emus. Fährt man dann die Westküste hinab nach Süden sieht man das typische australische Landschaftsbild. Weite Ebenen mit roten Gebirgsausläufern am Horizont, Termitenhügel, immer wieder Gruppen von Emus und einzelne Kängurus. Im Abstand von höchstens einem Kilometer zur Straße liegt ein Traumstrand nach dem Anderen. Zwei Strandtipps von uns: Sandy Bay und die herrliche Turquoise Bay.
Die Strände haben allesamt puderfeinen weißen Sand zu bieten und kristallklares türkises Wasser. Auch die Wassertemperaturen sind hier endlich schön angenehm. Nach der ganzen Fahrerei der ideale Ort um einfach mal Nichts zu tun. Damit meinen wir natürlich endlos am menschenleeren Strand entlang laufen oder stundenlang im Wasser schnorcheln. Auch hier findet man schon wenige Meter vom Strand entfernt Korallen und die dazugehörigen Fische. Nicht erschrecken, wenn auch mal ein kleiner Riffhai vorbeischaut :-)
Gegen später fuhren wir weiter Richtung Yardie Creek, wo wir übernachten wollten. Schon nach den ersten Metern bemerkten wir was hier los war. An normales Fahren war gar nicht mehr zu denken. Kängurus, überall Kängurus. Wir sind viel rumgekommen in Australien, aber so viele gab es nirgends. Mit höchstens 30 km/h kämpften wir uns voran. Ständig hielten wir an, wenn wir ein paar besonders nette gesichtet hatten. Ließ man dann den Blick eine Weile schweifen, so bemerkte man erst wie viele noch in der Deckung des hohen Grases standen. So brauchten wir fast zwei Stunden für eine Strecke von ca. 30 km. Am Yardie Creek machten wir noch eine einstündige Wanderung. Auch auf dem Weg hüften links und rechts Kängurus an einem vorbei. Der Weg verläuft anfangs durch den Busch und später entlang der Abbruchkante der Schlucht. Wunderbar, wie ihr tiefes blaues Wasser in der Abendstimmung die farbigen Steilwände reflektiert.  Als wir zurück kamen war es fast Nacht und der kleine Camping am Fluss natürlich schon belegt. Da uns der Ranger aber auf keinen Fall im Dunkeln zurückfahren lassen wollte konnten wir uns drinnen mitten auf die Straße stellen. Es hatte ja eh keiner vor wegzufahren.....
Der Morgen begann ohne Hektik mit einem ausgedehnten Frühstück. Wir hatten einen gemütlichen Tag vor uns. Zuerst schauten wir uns noch mal am Yardie Creek um. Die 4WD-ler können hier weiterfahren bis nach Coral Bay. Den ganzen restlichen Tag verbrachten wir mit Sonnen und Schnorcheln am Strand. Gegen Abend verließen wir den Park. Am Vlaming Head ganz im Norden fuhren wir zum alten Leuchtturm auf die Anhöhe hinauf. Von hier aus kann man das ganze Kap überblicken. Das Riff verläuft hier oben sehr nahe am Strand und deshalb hatten wir das große Glück einige Wale zu sehen. In der Dämmerung sah man meistens nur den weißen Wasserstrahl vom Atmen. Sie waren eine gute halbe Stundezu sehen. Und zusammen mit dem herrlichen Sonnenuntergang kann man hier wieder mal Australien pur genießen. 
Direkt unter dem Leuchtturm ist ein Camping, wo wir die Nacht verbrachten.
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Beim Aufstehen freuten wir uns schon aufs Tauchen. Zur verabredeten Uhrzeit waren wir wieder in Exmouth bei Coral Coast Dive. Freundlich wurden wir in Empfang genommen. Außer uns hatte sich niemand für diesen Termin angemeldet, so dass wir beide (Jo und Sandra tauchen nicht) unseren Guide für uns alleine hatten. Im Van fuhren wir zur Sendestation der Amerikaner ganz im Norden. Der hohe Sendemast ist mit riesigem Aufwand gegen die Zyklone gesichert. Dort war auch das Tauchequipment gelagert. Dann ging´s weiter zum Navy Pier (fremde Bilder). Da man ja in einer Militärzone ist, darf hier nur mit Genehmigung der American Navy getaucht werden (Zusatz: Nach dem 11. September wurde das Pier aus Angst vor Anschlägen gesperrt, ist aber seit 2002 wieder offen). Das Tauchen ist nur zu bestimmten Zeiten möglich, da der Gezeitenhub hier über 10 Meter beträgt. Vollgepackt schnauften wir zu Fuß vor bis zum Strand, da aufgrund von Schweißarbeiten das Pier selber gesperrt war. Wobei der Sprung vom Pier aus 5 Meter in die Tiefe eh nicht jedermanns Sache ist.
Und dann tauchten wir ein in eine Wunderwelt. Die Pylonenträger des Piers sind alle bewachsen mit Feuerkorallen, Muscheln, Austern, Seescheiden und farbigen Schwämmen. Darauf tummeln sich viele bunte Nacktschneckenarten.
Außer den üblichen bunten Verdächtigen wie Kaiser-, Lipp-, Koffer-, Falter-, Halfter-, Doktor- und Papageienfischen, usw........ haben wir hier auch noch Schnapper, Stachelmakrelen, Barrakudas, verschiedene Barsche, Warzendorsche, Fledermausfische, Flötenfische, sowie Feuerfische, Muränen, Seeschlangen, Riffhaie und natürlich die lustigen Woobegongs (Teppichhaie) gesehen.
Man taucht nicht tiefer als 17 Meter. Das Tauchen  zwischen den Pylonen hindurch - ähnlich dem Wracktauchen - und die unglaubliche Masse an Fischen machen diesen Spot zu einem absolut unvergesslichen Erlebnis. 

Gegen Mittag machten wir uns auf den 1200 km langen Weg nach Broome. Die Fahrt wurde nur unterbrochen für die notwendigen Tankstopps. Wir fuhren bis zur Dämmerung und übernachteten an einer einsamen Raststelle. Hier erinnere ich mich noch an die Trilliarden von Mücken, die uns das Schlafen zur Hölle machten, denn Fliegengitter war kein wirkliches Hindernis für sie. In der Früh legten wir die letzten paar hundert Kilometer zurück. Auf diesem Stück wird einem mal wieder die unendliche Weite des Westens bewusst. Leider schleuderte uns eines der wenigen entgegen kommenden Fahrzeuge einen Stein auf die Windschutzscheibe, die wir wohl früher oder später reparieren lassen mussten.
Zur besten Badezeit erreichten wir Broome (Broome Tourism).  Nach der langen Fahrt  steuerten wir natürlich erst mal den berühmten Cable Beach an. Badeklammotten an, Handtücher, was zum Trinken, und los gehts. Der Strand ist sehr breit mit feinem weißem Sand und türkisfarbenem Wasser und die Zahl der Leute hält sich in Grenzen. Welch ein Spaß sich in den Wellen auszutoben. Vor dem Sonnenuntergang versorgten wir uns noch schnell mit passenden Getränken. Broome ist bekannt für seine schönen Sonnenuntergänge. Wie sich Sonne, Himmel und Meer rötlich färbten war fast schon zu kitschig, um wahr zu sein. Und dann noch ein kaltes VB dazu, was will man mehr ........
Nachdem wir uns mal wieder etwas Fastfood gegönnt hatten, beschlossen wir noch etwas wegzugehen. Man hat ja nicht so oft die Möglichkeit dazu. Es gibt einige Clubs am Beach. In einem gab es Livemusik diesen Abend. Es tat ganz gut ein paar mehr Leute zu sehen und etwas zu reden. Die Aussies sind offen, freundlich und feiern ganz gerne. Und sie machen sich nichts aus Äußerlichkeiten, so dass wir in unseren Badelatschen nicht weiter auffielen. Wir übernachteten direkt auf dem Parkplatz am Strand, trotz Verbotsschild.
Morgens um 6 klopfte der Ranger an die Tür. Mit dem Hinweis, dass wir erst spät nachts angekommen wären gab er sich zufrieden, notierte sich aber unsere Autonummer, damit es kein zweites Mal vorkommt. Immerhin konnten wir so, noch vor dem Frühstück, ungestört am Strand duschen (mit Shampooeinsatz).
Danach besuchten wir den berühmten Malclom Douglas Crocodile Park gleich gegenüber. Die Führung und Fütterung ist ganz interessant, sonst gibt es nichts weltbewegendes zu sehen. Höhepunkt war, dass man den Krokodilnachwuchs mal selbst halten durfte, wobei natürlich höchste Aufmerksamkeit nötig war, wenn man seine Finger behalten wollte.

Dann suchten wir die Hertz-Niederlassung in Broome auf. Eigentlich nur, um mal nachzufragen, was wir wegen der Windschutzscheibe unternehmen sollten. Wir bekamen den Rat es nicht reparieren zu lassen. Erstens könnte es uns ja noch Mal passieren und zweitens wären die Kosten in Broome viel höher als in Darwin. Aufgrund des Kilometerstandes wäre aber mal wieder ein Kundendienst nötig, und ob wir nicht noch einen halben Tag Zeit hätten. Als Ersatz boten sie uns einen Toyota Landcruiser an. Was für eine Frage. Diese Chance ließen wir uns nicht entgehen.
Zunächst machten wir damit noch einen Abstecher ins Zentrum von Broome. Nach einer Stunde bummeln hatten wir soweit alles gesehen. Dann fuhren wir auf einer schön roten Staubstraße mit Waschbrett zum Ganthaume Point. Dort kann man den tollen Kontrast zwischen den roten Klippen und dem blauen Meer bestaunen. Außerdem sind dort versteinerte Fußabdrücke von Dinosauriern, die 120 Millionen Jahre alt sein sollen. Leider haben wir sie nicht gefunden. Und leider mussten wir den 4WD schon wieder abgeben. Wir hätten ihn gerne noch einen Tag behalten.

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So gingen wir auf die spannende Fahrt von Broome nach Darwin durch die Kimberlys.

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