Broome to Darwin

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Reisebericht: von Broome nach Darwin:   (zum Vergrößern auf die Bilder klicken)

Link: Kimberly-Tourism

Derby2.jpg (32499 Byte)Derby.jpg (54738 Byte)Von Broome nach Derby sind es knapp 2 Stunden (220 km). Schon nach wenigen Kilometern wird es typisch australisch. Dann tauchen auch bald die ersten Termitenbauten und Baobab-Bäume auf. Kurz vor Derby fährt man am Boab Prison Tree vorbei. Der Baobab mit einem Umfang von 14 m diente einmal als Gefängnis. Wir erlebten dort einen schönen Sonnenuntergang, einschließlich der vielen Kakadus, Adler und anderen fotogenen Baobabs.
Zum Übernachten fuhren wir an den Hafen. Hier treffen sich die Aussies abends zum Angeln. Neben uns übernachteten 3 Jungs aus Deutschland. Danke an dieser Stelle noch Mal für Bier und Wein.

Weitere 250 km sind es morgens dann bis nach Fitzroy Crossing. Von dort gehts in den Geikie Gorge Nationalpark. Im Park sind zwei Unternehmungen empfehlenswert. Einmal eine Bootsfahrt unter Führung eines Rangers. Die Fahrt entlang der aufragenden Felswände ist landschaftlich sehr schön. Gelegentlich sind Süßwasserkrokodile und auch Wasservögel zu sehen. Die Entstehung der Schlucht aus einem fossilen Riff wird einem anschaulich erklärt. Auch die Hochwasserstaänd der Regenzeit sind gut zu erkennen (die große Kreuzung in Fitzroy Crossing steht dabei bis zu 13 m unter Wasser).
Am Nachmittag wanderten wir den Weg an der Westseite der Schlucht entlang. Leider bekamen wir keine Krokodile mehr zu Sicht. Schön ist es den Weg etwas zu verlassen und direkt an den Rand der Schlucht zu gehen. Zum Sonnenuntergang verfärben sich dann die Felswände in verschiedenen Rottönen und spiegeln sich stimmungsvoll im Wasser. Nachts stellen wir uns auf den großen Parkpkatz neben dem Roadhouse in Fitzroy, da es im Park selber keine Übernachtungsmöglichkeit gibt.

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Halls Creek bietet wenig Sehenswertes. 110 km weiter auf dem Great Northen Highway zweigt der Track in den Purnululu Nationalpark ab, besser bekannt unter dem Namen Bungle Bungle. Kurz danach kommt Turkey Creek (Warmun). Hier kann man auch Helicopterflüge über die Bungle Bungles buchen. Speisekarte.jpg (71756 Byte)Unser Plan war es in Kununurra für drei Tage einen Geländewagen zu mieten, um dann selbst zu den Bungles zu fahren. Außerdem erschien uns der Preis für einen Helikopterflug recht hoch gegriffen. An der Raststätte gönnten wir uns mal etwas besonderes zum Essen (siehe Speisekarte rechts). Wir entschieden uns für Roo- und Crocburger. Dem Einen schmeckts, dem Anderen nicht. Uns eher nicht..........
In Kununurra fragten wir an allen großen und kleinen Autovermietungen wegen einem Geländewagen nach. Überall dieselbe Antwort. Alle waren schon über Wochen ausgebucht. Damit waren unsere Planungen über den Haufen geworfen. Wir checkten erst Mal auf dem Kona Lakeside Tourist Park zum Übernachten ein. Bloß keinen Stress jetzt.  Er liegt direkt am Lake Kununurra und neben dem Kona Park: viele Wasservögel und schöne Abendstimmung dort. Außerdem haben wir am Pool entspannt und einfach Mal gar nichts getan :-)

Am nächsten Tag buchten wir im Visitor Center einen Flug mit Alligator Airways über die Bungles und einen Sunset Cruise mit Lake Argyle Boat Cruise. Catfish.jpg (59061 Byte) Da er Flug erst am darauf folgenden Tag war, hatten wir etwas Zeit durch Kununurra zu schlendern - man will ja schließlich auch was mit nach Hause nehmen - und die Umgebung anzuschauen. 2 km nordöstlich vom Ort ist der Mirima Hidden Valley National Park, auch Mini Bungle Bungles genannt. Durch den kleinen Park führt ein Trail zuerst zwischen Felsen hindurch und dann hoch auf ein Plateau. Hier kann man ein bisschen auf den Felsen herumklettern und die Aussicht genießen. Außdem besuchten wir noch die bekannte Zebra Rock Gallery. Die Gallerie ist sehr sehenswert. Noch schöner ist es aber, mit dem erhaltenen Weißbrot an den Ord River zu gehen. Im Fluss hat es große Mengen von Catfish (Welse), denen das Brot sichtlich schmeckt. Ebenso wie den kleinen roten Vöglen, von denen man bald umringt ist.

Cessna.jpg (44642 Byte)Am nächsten Morgen starteten wir früh Richtung Flugplatz. Mit einer Cessna 207 flogen zunächst über den Lake Kununurra und über das sogenannte Packsaddle Gebiet, wo mit Hilfe von Bewässerung von Erdnüssen bis Melonen alles Mögliche angebaut wird. Dann eine Zeit lang realtiv bergiges Gebiet, bis der Lake Argyle ins Blickfeld kommt. Der Pilot gibt immer wieder über den Kopfhörer kurze Erkärungen ab. Der riesige Stausee aus dem aufgestauten Ord River ist der größte künstliche Wasserspeicher des Kontinents.  70 km Strecke mit vielen Inseln werden überflogen. Dann folgt unendlich weites Farmland, teilweise sind Rinderherden zu erkennen. Und plötzlich erscheinen die Felsformationen der Bungle Bungles. Bekannt sind sie wegen ihrer eigentümlichen Form und ihren horizontalen Querstreifen, hervorgerufen aus dem ständigen Wechsel von Regenzeiten und Austrocknung. Leider kann man mit einer Cessna nicht wirklich richtig tief, oder gar in die Schluchten hinein fliegen. Der Helikopterflug wäre an dieser Stelle doch besser gewesen. Trotzdem war der Flug natürlich ein tolles und beindruckendes Erlebnis (und teuer !).
Auf dem Rückweg überfliegt man noch die Argyle Diamond Mine. Hier gibt es im Moment weltweit das größte Vorkommen von Diamanten. Man sieht riesige Abraumhalden und wie weit sich die Bagger schon in die Tiefe gegraben haben.
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Kurz nach Mittag erreichten wir den knapp 100 km entfernten Lake Argyle. Zunächst steuerten wir den Staudamm und den Aussichtspunkt an. An einem schattigen Park am Ord River relaxten wir noch etwas bevor wir zu unserem Sunset Cruise starteten. In einem Motorboot mit ungefähr 20 Leuten starteten wir gegen 15 Uhr. Außer dem Kapitän war noch ein Aboriginie als Guide an Bord. Das blaue Wasser, die roten Felswände und dann wieder der tiefblaue Himmel bildeten einen tollen Kontrast. Beeindruckend war, wie der Guide über die größten Entfernungen mit bloßem Auge Tierbewegungen in der Felswand bemerkte. Der Kapitän steuerte dann die entsprechende Stelle an. Da das Wasser an den Felsen sofort tief abfällt, konnte man recht nah heranfahren. Auf diese Weise beobachteten wir Felsenkängurus, Kormorane und natürlich Süßwasserkrokodile. Die Erklärungen des Guide waren sehr informativ. Wirklich gut gemacht.
Im Lake Argyle leben auch viele Schützenfische. Schon nach kurzer Suchzeit entdeckte der Guide einen Schwarm. Schützenfische leben von Insekten, die sie mit einem gezielten Wasserstrahl aus bis zu 2 m Entfernung abschießen. Unglaublich, aber wahr, denn man konnte es selber ausprobieren, wenn man sich mit einem kleinen Stück Brot in der Hand weit über die Reeling hinauslehnte. Zielgenau schossen die Fische das Brotstückchen zwischen den Fingern ab, um es dann genüsslich zu verschlingen. Faszinierend.
Zum Abschluss sollte noch ein besonderes Erlebnis erfolgen. Baden war angesagt. Und ein Gläschen Sekt zum Sonnenuntergang. Aber nicht einfach nur so, sondern wir benutzten unsere umgedrehten Schwimmwesten als Stuhl im Wasser. So erlebt man den Sonnenuntergang nicht alle Tage. Vor allem, da es ja tausende von (ungefährlichen) Krokodilen im See gibt. Wirklich eine sehr gute, empfehlenswerte und auch symphatische Tour.
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Auf der weiteren Strecke überquert man schnell die Grenze zum Northern Territory. Nur 3 km danach biegt die Schotterpiste in den Keep River Nationalpark ab. Wir fuhren knapp 25 km auf einer roten Wellblechpiste. Keine einfache Übung mit dem Van. Fährt man zu langsam, dann schüttelt es einen ordentlich durch und man hat das Gefühl die Inneneinrichtung zerlegt sich gleich in ihre Einzelteile. Fährt man schneller, dann wird die Fahrt zwar ruhiger, aber es besteht immer die Gefahr im Graben zu landen, falls es mal sandiger wird oder dass man direkt über einen größeren Stein fährt. 
Der Keep River Gorge Walk verläuft entlang der Schlucht. Mächtige Baobabs säumen den Weg. An den Wänden der Schlucht sind Malereien der Aborigines zu erkennen.  Eine nette Abwechslung, aber kein unbedingtes Muss im Nachhinein gesehen. Auch wenn man mal die insgesamt 50 km Piste in Betracht zieht.

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Auf dem Victoria Highway fährt man weiter nach Osten, vorbei am großen Gregory Nationalpark, der allerdings nur für Allradfahrzeuge interessant ist. Einige Kilometer bevor wir das Roadhouse am Victoria River erreichten sahen wir eine kleines Schild rechts: Joe Creek Walk. Wir bogen einfach mal ab. Nach vielleicht 5 Kilometern ist der Endpunkt der Piste erreicht. Da die Dämmerung schon begonnen hatte beschlossen wir gleich hier zu übernachten. Außer uns war kein Mensch da. Man steht hier inmitten großartiger Landschaft. Von der Sonne rotgefärbte Felswände, an deren unterem Rand lauter Palmen wachsen. 
In so einsamen Nächten ist man irgendwie immer froh, dass man zu viert unterwegs ist. Natürlich ist es total sicher dort, aber in Gesellschaft fühlt man sich einfach wohler.
An der Informationstafel kann man sich Beschreibungen für die möglichen Walks holen. Der schöne Rundweg dauert etwas 90 Minuten. Er führt bis an den Rand der Felswände hoch. Von dort hat man eine fantastische Aussicht über die gesamte Gegend. Man läuft eine Weile auf einem schmalen Pfad zwischen den Palmen die Felswand entlang und dann nach einem Abstieg ins Tal wieder zum Ausgangspunkt zurück. Eine landschaftlich unheimlich schöne Wanderung.
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Katherine2.jpg (57428 Byte)Katherine1.jpg (80100 Byte)Fährt man von westlicher Richtung nach Katherine (Katherine Tourism), so kommt man an den Katherine Hot Springs direkt neben dem Highway vorbei. Eine schöne Gelegenheit nach langer Fahrt mal ein oder zwei Stündchen zu entspannen und sich in den warmen Quellen auszuruhen. Zum letzten Male hieß es groß Einkaufen gehen, bevor wir die Stadt Richutng Norden verließen. Nach 60 km kommt die Abzweigung zu den Edith Falls. Kurz nach der Abzweigung stellten wir uns etwas abseits der Straße um zu übernachten. Wir sammelten Holz für ein Lagerfeuer. Pure Romatik einschließlich Sonnenuntergang. Dazu gabs einfach Bohnen aus der Dose direkt in der Glut erwärmt und natürlich schönes kaltes VB. Abenteuerherz, was willst du mehr.......
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Die Edith Falls sind ein wahres Naturidyll. Man sollte unbedingt eine Übernachtung auf dem Campground einplanen. Überall wimmelt es von Eisvögeln, Sittichen, Kakadus und Kookaburras. Direkt am Camp ist der untere Fall mit einem großen Badepool. Noch schöner ist es allerdings zum oberen Pool zu wandern. Eine halbe Stunde benötigt man für den Aufstieg. Mit Fotopausen natürlich etwas länger. Inmitten roter Felsen kann man dort baden, sich sonnen, im Wasserfall duschen und ein bisschen die Gegend erkunden. Besonders schön ist es am am Nachmittag. Und dann in der Abendstimmung zurücklaufen und den Sonnenuntergang am Schlussabstieg zum Camp genießen. Einfach grandios.
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Auf unserem weiteren Weg Richtung Darwin blieb noch Zeit für zwei Übernachtungen im Lichtfield Nationalpark. Dort genossen wir noch einige Stunden an den schönen Badestellen von Buley Rockhole mit plantschen, reinspringen und auf den Felsen sonnen. Die erste Nacht verbrachten wir auf dem Camp an den Florence Falls. Da es an einigen Stellen im Park brannte hatte man immer etwas Brandgeruch in der Nase. So fanden wir erst spät in den Schlaf und gingen nachts noch mit der Taschenlampe auf Possumsuche. Leider konnten wir sie zwar oft hören aber nie sehen. Da wir im Jahr zuvor ja schonmal im Park waren beschränkten wir uns am zweiten Tag auf die Wangi Falls. Wir fanden einen schönen Platz auf dem Camp und konnten dann schwimmen, in den Felsen klettern und auf der Wiese Kakadus und Goannas beobachten. Gegen Abend, als die Tagestouristen weg waren, zeigten sich auch noch Kängurus. Nach dem Sonnenuntergang machten wir ein kleines Lagerfeuer neben dem Van und gingen später zufrieden in unser Zuhause.
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Auf den letzten 150 km nach Darwin machten wir dann Mittagspause im Territory Wildlife Park. Aber nachdem wir jetzt zwei Mal durch ganz Australien gereist waren und schon so viel gesehen hatten, empfanden wir den Park eher als langweilig. Viel schöner ist es direkt kurz vor dem Park in den warmen Quellen baden zu gehen. Ein herrlicher großer blauer tiefer Pool. Und man kann noch den Zufluss hinaufschwimmen bis zu einem kleinen Wasserfall. Das entspannt.......
Gegen 16 Uhr trafen wir dann in Darwin ein. Als erstes fuhren wir zur Hertz Niederlassung, um nachzufragen was wir wegen der kaputten Windschutzscheibe unternehmen sollen. Damit bei Abgabe des Vans am nächsten Tag nicht die Kreditkarte mit der vollen Kaution belastet wird sollten wir unbedingt vorher reparieren lassen. Ein kurzes Telefonat und 10 Minuten später stand das Auto schon in der Werkstatt. 2 Stunden später waren wir schon wieder Richtung Innenstadt unterwegs und nur 200 A$ (120 Euro) ärmer. Ein Traumpreis für deutsche Verhältnisse.
Und so schafften wir es doch noch rechtzeitig zum Mindill Beach Sunset Market. Jeden Donnerstag treffen sich hier die Leute am Mindill Beach um zuerst den Sonnenuntergang anzusehen und dann über den Markt zu laufen und Live Musik zu hören. Auf dem Markt gibts wirklich alles, und die schrägsten Typen noch dazu. Interessant auch, was einem alles zum Essen angeboten wird. Ein schöner Abschluss und letzte Einkaufsmöglichkeit.
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Am nächsten Tag ging der Flieger. Ob´s jemals wieder nach Australien geht ???

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